Warum sich die Prüfung lohnt
Entrümpelung ist kein geschützter Beruf. Anbieter unterscheiden sich deshalb stark – bei der Kalkulation, bei der Entsorgung und bei dem, was am Ende auf der Rechnung steht. Die häufigsten Ärgernisse sind Nachforderungen nach der Räumung und Hausrat, der nicht dort ankommt, wo er hingehört.
Das zweite betrifft Sie auch nach dem Auftrag: Findet eine Behörde Ihren Hausrat an einer wilden Müllkippe, führt die Spur über Briefe und Adressaufkleber zu Ihnen. Die folgenden acht Punkte lassen sich in jedem Gespräch abfragen, ohne Fachwissen. Wer gewerbsmäßig Abfälle sammelt, befördert oder damit handelt, muss das bei der zuständigen Behörde anzeigen – danach dürfen Sie fragen. Quelle: § 53 Kreislaufwirtschaftsgesetz, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de/krwg/__53.html).
Die Checkliste
- Besichtigung vor dem Preis. Wer ohne Besichtigung einen verbindlichen Preis nennt, schätzt. Fotos reichen für eine erste Einschätzung, nicht für einen Festpreis.
- Schriftliches Angebot mit Leistungsumfang. Im Angebot steht, was enthalten ist und was nicht: Demontage, Tragen, Entsorgung, besenreine Übergabe. Ein Preis ohne Umfang lässt sich nicht vergleichen.
- Festpreis statt Stundenlohn. Bei Stundenlohn tragen Sie das Risiko, dass es länger dauert. Ein Festpreis verschiebt es zur Firma.
- Keine Nachforderung für Bekanntes. Fragen Sie, in welchen Fällen sich der Preis noch ändern kann. Die ehrliche Antwort lautet: nur wenn etwas auftaucht, das bei der Besichtigung nicht zu sehen war.
- Entsorgungsnachweis auf Wunsch. Er belegt, wo der Hausrat geblieben ist. Für Nachlass, Vermieter und Buchhaltung ist er oft ohnehin nötig.
- Betriebshaftpflicht. Beim Tragen durch enge Treppenhäuser entstehen Schäden an Wänden, Türen und Geländern. Fragen Sie, ob und wie die Firma versichert ist.
- Rechnung mit Lohnanteil. Ohne getrennt ausgewiesenen Lohn entfällt der Steuervorteil nach §35a EStG – siehe Entrümpelung steuerlich absetzen.
- Vollständiges Impressum. Name, Anschrift, Telefonnummer und Steuernummer gehören auf die Website. Eine Firma, die nur über eine Mobilnummer ohne Adresse erreichbar ist, ist bei einer Reklamation schwer zu finden.
Warnzeichen im Gespräch
Einzelne Punkte sind noch kein Beweis, zusammen sollten sie Sie vorsichtig machen:
- ein auffällig niedriger Preis am Telefon, ohne dass jemand das Objekt gesehen hat
- eine hohe Anzahlung in bar vor Beginn der Arbeiten
- ein Angebot, das den Preis mit dem Wert des Hausrats verrechnet, ohne dass die Stücke einzeln genannt werden
- keine Rechnung oder eine Rechnung ohne Anschrift
- Druck, sofort zu unterschreiben
Zwei Angebote richtig vergleichen
Ein Preisvergleich ist nur fair, wenn beide Angebote dasselbe beschreiben. Legen Sie sie nebeneinander und prüfen Sie Zeile für Zeile: Sind Demontage und Tragen aus dem Stockwerk enthalten? Sind die Entsorgungsgebühren im Preis oder kommen sie nach Gewicht dazu? Ist der Keller mitgerechnet? Wird besenrein übergeben, und was heißt das beim jeweiligen Anbieter?
Ein Angebot, das deutlich unter den anderen liegt, spart oft an einer dieser Stellen – oder rechnet mit einer Nachforderung. Fragen Sie in diesem Fall konkret nach, welche Positionen fehlen. Seriöse Anbieter nennen außerdem, wie sie rechnen. Bei uns sind das ein Quadratmetersatz je Objektart und ein Mindestpreis, dazu Zuschläge für Füllgrad, Stockwerk ohne Aufzug und Sonderabfall; im Keller etwa 32 € pro m², mindestens 300 €.
Nicht vergleichbar sind Angebote, von denen eines mit, das andere ohne Besichtigung entstanden ist. Das erste ist ein Preis, das zweite eine Schätzung – der Unterschied zeigt sich erst am Tag der Räumung.
Wertanrechnung: wann sie fair ist
Manche Firmen rechnen den Wert verwertbarer Möbel gegen den Preis. Das kann fair sein, wenn die Stücke einzeln mit Betrag im Angebot stehen. Problematisch wird es, wenn ein pauschaler Abzug den Preis drückt und nach der Räumung wieder verschwindet, weil die Stücke „doch nichts wert“ waren.
Wir kaufen nichts an und rechnen nichts gegen. Der Festpreis steht vor Beginn fest, unabhängig davon, was gefunden wird – und was Ihnen gehört, bleibt Ihnen. Wer Wertvolles verkaufen möchte, tut das am besten vor der Räumung.
So arbeiten wir
Auf eine Anfrage antworten wir innerhalb von 2 Stunden. Die Besichtigung ist kostenlos und findet meist mit 24–48 Stunden Vorlauf statt; das schriftliche Festpreisangebot folgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Wie sich der Preis zusammensetzt, steht offen auf der Seite Was kostet eine Entrümpelung?, und wer bei Ihnen klingelt, steht auf der Team-Seite.