Kommunaler Sperrmüll, Container oder Firma – der ehrliche Vergleich
Für einen Haufen alter Möbel gibt es drei Wege, und wir sind nur einer davon. Welcher der richtige ist, hängt an drei Fragen: Wie eilig ist es, können Sie selbst tragen, und was genau soll weg?
Der kommunale Sperrmüll ist in weiten Teilen Sachsen-Anhalts und Sachsens ein- bis zweimal im Jahr im Gebührenbescheid enthalten. Wenn Sie Zeit haben, tragen können und nur klassische Möbel loswerden wollen, ist das der günstigste Weg – und wir sagen Ihnen das auch dann, wenn Sie uns anrufen.
Er hat aber drei Haken, die regelmäßig übersehen werden: der Vorlauf von mehreren Wochen, die Beschränkung auf das, was Sie selbst an die Straße stellen, und die Ausschlüsse. Elektrogeräte, Schadstoffe und oft auch Bauschutt gehören nicht dazu. Wer eine Wohnung zum Monatsende übergeben muss, kommt damit nicht hin.
Sperrmüll loswerden: die drei Wege im direkten Vergleich
Was als Sperrmüll gilt – und was nicht
Sperrmüll ist, was aus einem Haushalt stammt, sperrig ist und nicht in die Restmülltonne passt. Der Begriff wird im Alltag weiter gefasst, als die Entsorgungsbetriebe ihn meinen – und genau daran scheitern die meisten Abholungen.
- Gilt als Sperrmüll: Schränke, Betten, Lattenroste, Matratzen, Sofas, Sessel, Tische, Stühle, Teppiche, Kinderwagen, Fahrräder, Gartenmöbel.
- Gilt meist nicht: Elektrogroßgeräte und Elektroschrott – sie haben eine eigene Sammlung nach dem Elektrogesetz. Wir nehmen sie mit.
- Gilt nie: Bauschutt, Fliesen, Sanitärkeramik, Erdaushub, Fenster mit Rahmen, Autoteile.
- Schadstoffe wie Farben, Lacke, Verdünner, Altöl und Batterien gehören zur Schadstoffsammlung. Wir übernehmen sie als eigene Position.
- Reifen, Gasflaschen und Feuerlöscher haben eigene Annahmestellen – fragen Sie vorher, statt sie dazuzustellen.
Wann sich eine Firma wirklich lohnt
Es gibt vier Situationen, in denen der kommunale Weg nicht funktioniert – und nur in diesen empfehlen wir uns selbst.
- Der Termin drückt. Wohnungsübergabe zum Monatsende, Notartermin, Nachmieter. Ein Sperrmülltermin in sechs Wochen hilft dann nicht.
- Sie können nicht tragen. Der kommunale Sperrmüll beginnt am Bordstein. Wer aus dem dritten Stock ohne Aufzug räumen muss, hat den größten Teil der Arbeit noch vor sich.
- Es ist gemischt. Sobald Elektrogeräte, Farbreste oder Restmüll dabei sind, wird aus einer Abholung schnell drei.
- Es ist zu viel. Ab einem vollen Keller oder einer kompletten Wohnung ist es keine Sperrmüllabholung mehr, sondern eine Kellerentrümpelung oder Wohnungsauflösung.
Die Regelung Ihrer Stadt steht auf Ihrer Stadtseite
Freimenge, Gebühr, Vorlauf und Anmeldeweg sind in jeder Stadt anders geregelt, und sie ändern sich. Deshalb steht die kommunale Regelung bei uns nicht auf dieser Seite, sondern auf der jeweiligen Stadtseite – dort mit dem zuständigen Entsorger, dem Wertstoffhof samt Adresse und Öffnungszeiten, dem Stand der Angabe und einem Link zur Quelle.
Das ist Absicht: Eine zweite, hier gepflegte Fassung derselben Zahlen wäre in einem halben Jahr falsch – und eine falsche Gebührenangabe auf einer Firmenwebsite ist schlechter als keine. Suchen Sie Ihre Stadt in der Übersicht aller Städte.
Halteverbot, Aufzug und andere praktische Fragen
In Innenstadtlagen ist nicht die Menge das Problem, sondern der Weg zum Fahrzeug. Wo kein Stellplatz vor dem Haus frei bleibt, braucht es eine Halteverbotszone – die muss einige Tage vorher bei der Stadt beantragt und aufgestellt werden. Wir sagen bei der Besichtigung, ob das nötig ist, und übernehmen die Beantragung auf Wunsch.
Bei größeren Möbeln entscheidet die Türbreite, nicht das Gewicht. Was nicht durchpasst, zerlegen wir vor Ort – das ist im Festpreis enthalten und kein Zusatzposten.
Und ein Hinweis, der oft spät kommt: Was noch gut erhalten ist, geben wir an Secondhand-Stellen und soziale Einrichtungen weiter, statt es zu entsorgen. Sagen Sie uns, wenn Sie das bei bestimmten Stücken ausdrücklich möchten.
Was die Abholung kostet
Wir rechnen nicht nach Kubikmetern, sondern nach Fläche und Aufwand – wie bei jeder Räumung. Der Einstieg liegt bei 300 €, das ist zugleich der niedrigste Preis im gesamten Portfolio. Darüber gilt 32 € pro m² Grundfläche des geräumten Bereichs.
Eine einzelne Sperrmüllabholung liegt damit fast immer beim Mindestpreis. Erst wenn ein ganzer Keller, eine Garage oder mehrere Räume dazukommen, steigt der Wert – dann sind wir allerdings auch nicht mehr bei einer Abholung, sondern bei einer Entrümpelung.
Sonderabfälle kosten 170 € bei wenigen und 460 € bei vielen; im Servicegebiet ziehen wir 5 % ab. Jede Rechengröße mit Beispiel steht auf Entrümpelung Kosten.